Mittwoch, 6. April 2011

Bilder vom Flohmarkt:

Manchmal muss man eben Glück haben.......

Irgendwo auf dem Land am 21.03.1921...
landet ein Albatross C.III Doppeldecker, damals noch eine Sensation.
Rückseite der einen Karte

Postkarten des deutschen Luftflottenvereins

In 1914-1915 schuf der bekannte Berliner Künstler Professor Hans Rudolf Schulze eine Serie von Patriotischen Feldpostkarten für den "Luftflottenverein"

Deutsche Wasserflugzeuge über der englischen Flotte
Militärtaube auf Erkundungsflug bei den Masurischen Seen
Deutscher Doppeldecker auf Erkundungsfahrt an der Marne
Militärdoppeldecker über dem Argonnerwald
Fesselballon, unsere Artilleriewirkung beobachtend
Oftmals bekommt man Einzelstücke angeboten, weniger bekannt ist, das die Karten seinerzeit in einer Schutzhülle, aufgeklebt auf Einzelseiten mit Erklärungen und Schutzpapier über den Bildern zu beziehen waren. Nur wenige dieser Alben haben die Zeit überstanden und werden hochpreisig gehandelt.

Montag, 4. April 2011

Seltene Originalaufnahmen aus 1939: eine Pfalz D.XII über Los Angeles

Vor einigen Monaten hat Spiegel Online seltene Originalaufnahmen veröffendlicht: eine Pfalz D.XII im Flug über Los Angeles in den USA, wahrscheinlich eine Maschine, die von den Amerikanern nach Kriegsende zum Testen ins Land gebracht wurde: 

Spiegel Online: Pfalz DXII im Fluge

Sonntag, 27. März 2011

Das Preussische Flugzeugführer-Abzeichen

Offizier-Stellvertreter Gustav Tweer mit Militär-Flugzeugführer Abzeichen.

"Das Militär-Flugzeugführer-Abzeichen wurde am 27. Januar 1913 von Kaiser Wilhelm dem II. gestiftet und konnte an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften verliehen werden, die nach Ablegung der beiden vorgeschriebenen Prüfungen für Flugzeugführer und nach Vollendung ihrer Ausbildung auf einer Militär-Fliegerstation das von der Inspektion des Militär-Luft- und Kraft-Fahrtwesens auszustellende Befähigungszeugnis als Militär-Flugzeugführer erworben haben.
Das hochovale Abzeichen zeigt mittig eine hügelige Landschaft mit Gebäuden, über welche nach rechts eine Rumpler Taube fliegt. Es ist von einem Kranz aus Eichenlaub (rechts) und Lorbeer (links) umschlossen und von der Kaiserkrone gekrönt.
Getragen wurde die Auszeichnung als Steckabzeichen auf der linken Brust."

Soweit Wikipedia.

Die Abzeichen, die man heutzutage als Repro von verschiedenen Münz- und Ordensherstellern kaufen kann, zeigen in der Regel die Preussische Variante. Es gibt aber auch eine Bayrische Variante, dieses Abzeichen ist durch die Wittelsbacher Königskrone gekrönt. Im Laufe des ersten Weltkrieges wurden die Verleihungsgrundlagen für das Flugzeugführer Abzeichen immer weiter verschärft, gab es am Anfang des Krieges eigendlich keinen Militärpiloten ohne konnte einem zum Ende des Krieges trotz aktiver Teilnahme an Luftkämpfen und Aufklärungsflügen das Tragen eines Abzeichens verwehrt werden. Laut den Aufzeichnungen von Hanns-Gerd Rabe wurde das "Militär-Flugzeugführer Abzeichen" zum Ende des Krieges erst nach erfolgreicher Teilnahme an Aufklärungs- Beobachtungs- und Bomberflügen erteilt. Einigen Flugzeugführern wurde es verweigert, weil sich diese Herren in der Etappe mit Geschlechtskrankheiten angesteckt hatten....

Göde Sammler Replik
Original Flugzeugführer Abzeichen

Ich bin in Besitz von 2 Abzeichen, ein Repro von Göde und ein Original. Am Auffälligsten ist, das es sich bei beiden Exemplaren um die sogenannte "Prinzengrösse" handeln soll, die Reproduktion ist aber ca. 4mm länger. Leider ist das Original etwas mitgenommen, es handelt sich um ein Variante die nicht mit einer Nadel sondern mit Umbiegelaschen direkt auf der Uniform befestigt wurde. Es handelt sich um ein Messingblech welches Verkupfert wurde, die ursprüngliche Versilberung ist im Laufe der annähernd 100 Jahe abhanden gekommen. Die Spitze der Krone mit dem Kreuz fehlt, ebenso die Laschen auf der Rückseite.
In verschiedenen Internetauktionhäusern sind ebenfalls Miniaturen (10mm) mit Nadel oder Siegelringe mit dem Abzeichen zu bekommen, wahrscheinlich Einzelanfertigungen aus der Zeit zwischen den Weltkriegen die von Mitgliedern der ehemaligen Fliegertruppen privat angefertigt wurden.

Direkter Vergleich: Die Reproduktion ist etwas größer und nicht so feingliederig
Rückseiten der Abzeichen: Links Repro, Rechts Original

Freitag, 18. März 2011

Flugzeugtransport um 1913...





Verschiedene Flügelenden einer "Taube"
"Taube" auf Transportwagen
Abmontierter Doppeldecker (Mars?) auf Transportwagen
Fertig! Scheinbar wurde dieser Wagen von Pferden gezogen.

Oft habe ich mir die Frage gestellt, wie Flugzeuge in der Frühzeit der Fliegerei transportiert wurden. Da nur bei gutem Wetter und oftmals auch nur bei Windstille geflogen werden konnte, mussten die Flugzeuge über weitere Strecken auf Eisenbahnwagen oder ähnlichem verladen werden. "Oder ähnlichem" fand ich neulich in einem Buch aus 1913...Aber seht selbst.

Donnerstag, 17. März 2011

Deperdussin "B" 1911

Deperdussin "B" aus 1911
Die Deperdussin "B" stellt ein tolles Stück Französische Fluggeschichte dar: das Modell "B" aus 1911 kann als Vorläufer der späteren "Spad" Jagdfugzeuge gelten. Die Aufnahme stammt aus dem Pariser Luftfahrtmuseum Musée de l'Air et de l'Espace und wurde von mir im Dezember 2010 "geknippst".
Die Deperdussin aus der Shuttleworth Collection wurde von mir im Sommer 2010 fotografiert, es handelt sich um das Vorgängermodell der oben gezeigten Maschine, ein Apparat aus 1910.


Deperdussin aus 1910 in der Shuttleworth Collection, England





Mittwoch, 16. März 2011

Die National Flugspende von 1912



Spenden Medaille

Medaille Rückseite, die Bandschnalle ist nicht original

Als im Jahre 1909 Hans Grade als erster Deutscher die Anforderungen des "Lanz Preises" erfüllte, nachdem Flugzeugführer, Flugapparat und Motor aus Deutschland stammen musste, "hinkte" Deutschland Frankreich und Enland bereits um 1 bis 2 Jahre in der Entwicklung von Flugapparaten und der Ausbildung von Flugzeugführern hinterher. Diese Tatsache besserte sich in den nächsten Jahren nicht, so das Prinz Heinrich von Preussen bei seiner Eröffnungsrede anlässlich der Allgemeinen Luftfahrt Ausstellung (ALA) am 03.April 1912 zur "National-Flugspende" aufrief. Geld sollte gesammelt werden um die Ausbildung von Flugzeugführern vorranzutreiben und Flugapparate anzuschaffen. Bis zum Ende des Jahres 1912 wurde so eine Summe von 7,5 Millionen Goldmark gesammelt, ein unglaublicher Betrag für die Zeit. Ein Bankbeamter verdiente ca. 500,- Goldmark im Jahr!
Aus der National-Flugspende wurden auch zahlreiche Preise für Flug-Wettbewerbe ausgelobt, Sonderpreise für besondere Leistungen wurden vergeben.

Für den Spender gab es je nach Spendenhöhe eine Spendenmarke oder eine Medaille.

Spendenmarke 1912