Vielen Dank für 13.000 Seitenaufrufe. Das gibt mir das Gefühl nicht vor völlig leeren Rängen zu agieren.....
Freitag, 4. August 2017
Donnerstag, 3. August 2017
Der Vollmöller Eindecker No.4 aus 1910
Wie das Gerippe eines Dinosaurierers stehen in der Ausstellung der Flugwerft Schleissheim die Reste des "Vollmöller Eindeckers No.4". Die Stuttgarter Brüder Hans und Karl Vollmöller haben den Apparat im Jahre 1910 gebaut und sind auf der Cannstatter Wasen damit geflogen. Ein Flugunfall bei dem ein Zuschauer ums Leben kamen beendete die Flugversuche.Der Rumpf und die rechte Tragfläche dieses Apparates haben die Zeit auf einem Speicher überdauert.
Der damals verwendete Motor war ein 3-Zylinder Anzani. Ein solcher Motor steht in England, in der Shuttleworth Collection.
Hans Vollmöller ist in der Folgezeit (als Angestellter bei Rumpler in Johannisthal) dann noch eine der ersten Rumpler Tauben (mit einer merkwürdigen Anordung des Umlaufmotors) geflogen:
Während sein Bruder Karl sich in der Folgezeit der Archäologie widmete, konstruierte Hans Vollmöller im Ersten Weltkrieg in Staaken bei Berlin sogenannte "Riesenflugzeuge" (Bomberflugzeuge) und kam 1917 bei einem Erprobungsflug ums Leben.
Nachtrag vom 09.08.17: Hans Vollmöller war Versuchspilot, nicht Konstrukteur bei der VGO (Versuchsbau Gotha Ost) und kam als solcher am 10.03.1917 bei der Landung eines Riesenflugzeugs ums Leben. Mit ihm starb Herr Gustav Klein / Fa. Bosch.
Danke an Hal Ole für die Informationen!
Der damals verwendete Motor war ein 3-Zylinder Anzani. Ein solcher Motor steht in England, in der Shuttleworth Collection.
Hans Vollmöller ist in der Folgezeit (als Angestellter bei Rumpler in Johannisthal) dann noch eine der ersten Rumpler Tauben (mit einer merkwürdigen Anordung des Umlaufmotors) geflogen:
Während sein Bruder Karl sich in der Folgezeit der Archäologie widmete, konstruierte Hans Vollmöller im Ersten Weltkrieg in Staaken bei Berlin sogenannte "Riesenflugzeuge" (Bomberflugzeuge) und kam 1917 bei einem Erprobungsflug ums Leben.
Nachtrag vom 09.08.17: Hans Vollmöller war Versuchspilot, nicht Konstrukteur bei der VGO (Versuchsbau Gotha Ost) und kam als solcher am 10.03.1917 bei der Landung eines Riesenflugzeugs ums Leben. Mit ihm starb Herr Gustav Klein / Fa. Bosch.
Danke an Hal Ole für die Informationen!
Die Flugwerft in Schleissheim, eine Wiege der Deutschen Luftfahrt
http://www.deutsches-museum.de/flugwerft/sammlungen/propellerflugzeuge/albatros-d-iii/
Freitag, 24. Januar 2014
18. -19. Juli 1914: Gustav Tweer fliegt in Hamburg. Der letzte Flugtag vor dem Krieg, Tweer ist der wagemutigste aller (deutschen) "Sturz & Schleifenflieger":
Diese drei Bilder wurden im Januar 2014, also 100 Jahre später bei Ebay versteigert.
Ich konnte sie leider nicht erwerben, aber durch diese Aufnahmen konnte ich andere Bilder die scheinbar der selben Serie angehören zuordnen.
Tweer fliegt eine Bleriot XI mit 50PS GnomeUmlaufmotor.
Diese drei Bilder wurden im Januar 2014, also 100 Jahre später bei Ebay versteigert.
Ich konnte sie leider nicht erwerben, aber durch diese Aufnahmen konnte ich andere Bilder die scheinbar der selben Serie angehören zuordnen.
Tweer fliegt eine Bleriot XI mit 50PS GnomeUmlaufmotor.
Donnerstag, 22. September 2011
Walter Cüppers, der "Sturz- und Schleifenflieger"......
Vor einigen Tagen habe ich in einem Online Auktionshaus 2 Karten von Walter Cüppers ersteigert. Dieser gebürtige Aachener hat am 07 März 1914 sein FAI Flugzeugführerzeugnis Nr.691 auf einem Eindecker bei Grade in Bork in der Mark abgelegt.Er war einer von drei verbürgten Piloten des Grade Eindeckers für "Sturz und Schleifenflüge". Vor Ihm hat Gustav Tweer (Alter Adler Nr. 180) Kunstflugfiguren mit dieser Maschine ausgeführt. Über den dritten im Bunde werde ich demnächst berichten...
Ich würde mich sehr über Informationen darüber freuen, wo und wann (zwischen April und August 1914?) die Bilder vor der grossen ?Produktionshalle? aufgenommen wurden. Vielleicht erkennt ja jemand den Flugplatz?
Mittwoch, 31. August 2011
Neues von Fritz Wittekind...
Tja, wenn man sich mit einer Person beschäftigt oder ein Buch im Internet sucht kommt man auch manchmal zu spät: Dieses Buch wurde vor wenigen Tagen bei Ebay versteigert, Glückwunsch dem Ersteigerer! Aber einen habe ich noch: Fritz Wittekind hat einen Aufsatz über die Entwicklung der Flugmotoren in Ernst Jüngers Essay "Luftfahrt ist Not" geschrieben, da will ich doch mal schauen...
Freitag, 29. Juli 2011
Flugverkehr Anfang der 20er Jahre
Wenn man heutzutage in ein Verkehrsfugzeug steigt, hat das ganze sehr viel von einer Busfahrt. In den 20er Jahren des letzten Jahrhundert wurde die Fliegerei als Verkehrsmittel entdeckt. Zwar hatte es vor dem Krieg bereits Passagierflüge gegeben, aber der regelmäßige Linienverkehr wurde erst nach Kriegsende aufgenommen. Zahlreiche Beobachtungsflugzeuge die in grosser Anzahl gefertigt waren wie die Rumpler C-I oder die DFW C-IV wurden kurzerhand zu Passagierflugzeugen umgebaut. In einem alten Buch aus 1920 "Die Eroberung der Luft" fand ich ein paar Bilder die das sehr schön veranschaulichen. Bald schon machte die allierte Kontrollkommision dem Treiben ein Ende, die ehemaligen Kriegsflugzeuge mussten laut Dekret der Siegermächte zerstört werden. Die verbliebenen deutschen Flugzeugwerke sattelten entweder um (Rumpler und Grade fertigten Automobile) oder verlegten ihre Fertigung ins Ausland (Fokker ging zurück in die Niederlande, Junkers fertigte in Schweden usw.). Erst 1926 fiel das Dekret fort und in Deutschland durften wieder Motorflugzeuge gebaut werden.
Donnerstag, 28. Juli 2011
Dienstag, 19. Juli 2011
"Fritz Wittekind Eindecker" oder doch nicht?
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| "Fritz Wittekind, Ingenieur" |
31.08.2011:
Durch weitergehende Informationen bin ich zu dem Schluss gelangt, das es sich bei dem Flugzeug um ein französisches Baumuster von Sommer oder einem anderen Hersteller handelt.
Nachtrag vom 04.08.2017: Fritz Wittekind war wohl Autor verschiedener Luftfahrtpublikationen. So erschien im Verlag Westermann 1926 sein Buch "Sport und Verkehrsfliegerei", ebenso ist er verantwortlich für ein Kapitel in Ernst Jüngers Buch "Luftfahrt ist Not": "Die Entwicklung der Flugzeugmotoren". Wittekind wird als Sachverständiger für Luft- und Kraftfahrzeugwesen ausgewiesen.
Freitag, 3. Juni 2011
Fritz Heidenreich aus Bromberg / Schlesien
Vor einiger Zeit bekam ich eine Fotopostkarte mit einem eigentümlichen, an einen Gradeflieger erinnernden Flugzeug und seinem Piloten darauf. Unterschrieben war das Bild mit "Heidenreich Eindecker". das sagte mir erstmal gar nichts. Nach einigen Tage erinnerte ich mich, das im Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen im letzen Jahr eine Ausstellung namends "Adler über Schlesien" gezeigt wurde, dort stand auch eine Informationstafel mit Daten über Fritz Heidenreich. Zusammen mit den Daten, die ich aus den Büchern "Die Alten Adler" von Willi Hackenberger und der "Deutschen Fluggeschichte" von Peter Supf Band 1 zusammengesammelt habe, ergibt sich folgender Lebenslauf:
Fritz Heidenreich wird am 24.11.1872 in Bromberg / Schlesien geboren. Er ergreift den Mechanikerberuf und ist als Amateur-Radrennfahrer erfolgreich. Im Jahre 1892 gründet er zusammen mit seinen Brüdern einen Fahradhandel in Breslau. Erste Versuche mit Gleitflugapparaten führen ihn 1908 an die Hänge von Nippern im Kreis Neimark/Niederschlesien. Um 1909 konstruiert und baut er seinen Eindecker, der mit einem "Deutschen Anzani Typ" (Weiland & Gildemeyer Motor 25/30 PS * ) ausgestattet wird, welcher eine Holzschraube von 1,8 m Durchmesser antrieb. Das Gesamtgewicht der Maschine war 150 kg (!), wovon der Motor 80 kg war. Das Flugzeug war ca. 7 mtr. lang und verfügte über eine Tragfläche von ca. 20m³. Auf diesem Eindecker erfüllt Fritz Heidenreich am 23.09.1910 in Breslau die Vorraussetzungen für eine Fluglizenz, er bekommt seinen F.A.I Ausweis mit der Nummer 28. Da Heidenreichs Flieger ein rein Deutsches Produkt war, bekam er aus dem Fördertopf von Heinrich Lanz den 5. "Lanzpreis", dotiert mit 1.500,- Mark zugesprochen. Sein Flugapparat war wohl aufgrund seines schwachen Motors nur zu kürzeren Flügen geeignet.
Das Bild zeigt den zweiten Eindeckerentwurf von Heidenreich welcher durch einen Vierzylinder Grade Motor mit 40 PS angetrieben wurde.Es war ein luftgekühlter Zweitaktmotor mit Magnetzündung, die 2,0mtr. messende Holzschraube war direkt auf die Motorachse befestigt.Das Gesamtgewicht der Maschine betrug170 kg.
Diese zweite Maschine von Heidenreich ist 'inspiriert' von den Grade Eindeckern aber sicherlich auch von der Demoiselle von Santos-Dumont.Mit diesem Baumuster nahm Heidenreich an verschiedenen inländischen Flugveranstaltungen in den Jahren 1910 und 1911 teil. ( Nationale Berlin-Johannisthaler Flugwoche 1910 sowie der Deutsche Rundflug 1910 und 1911).
Fritz Heidenreich ist Mitbegründer des schlesischen Flugsportclub in Breslau. Er betreibt einen in der Freiburger Strasse 21 einen Fahrradgrosshandel und stellt unter dem Markannamen "Aero" selbst Fahrräder her. In 1937, gerade mal 65-jährig, verstirbt Fritz Heidenreich.
(* Weiland & Gildemeyer, Motorenfabrik, Essen a.d. Ruhr, Rellinghauser Straße 70, Automobil- und Aero- Material en gros liefern als Spezialität Flugmotore Type 25/30 PS. Vermutlich basiert das Triebwerk(ohne Lizenz) auf den berühmten Anzani Dreizylinder in W-Form)
Der Artikel wurde am 05.06.2011 geändert, nachdem ich weitergehende Informationen von Kees / Varese 2002 aus dem Flugzeug Forum erhalten habe. Vielen Dank dafür.
Der Artikel wurde am 04.08.2017 erweitert, nachdem neue Informationen zum weiteren Leben Heidenreichs aufgetaucht sind.
Fritz Heidenreich wird am 24.11.1872 in Bromberg / Schlesien geboren. Er ergreift den Mechanikerberuf und ist als Amateur-Radrennfahrer erfolgreich. Im Jahre 1892 gründet er zusammen mit seinen Brüdern einen Fahradhandel in Breslau. Erste Versuche mit Gleitflugapparaten führen ihn 1908 an die Hänge von Nippern im Kreis Neimark/Niederschlesien. Um 1909 konstruiert und baut er seinen Eindecker, der mit einem "Deutschen Anzani Typ" (Weiland & Gildemeyer Motor 25/30 PS * ) ausgestattet wird, welcher eine Holzschraube von 1,8 m Durchmesser antrieb. Das Gesamtgewicht der Maschine war 150 kg (!), wovon der Motor 80 kg war. Das Flugzeug war ca. 7 mtr. lang und verfügte über eine Tragfläche von ca. 20m³. Auf diesem Eindecker erfüllt Fritz Heidenreich am 23.09.1910 in Breslau die Vorraussetzungen für eine Fluglizenz, er bekommt seinen F.A.I Ausweis mit der Nummer 28. Da Heidenreichs Flieger ein rein Deutsches Produkt war, bekam er aus dem Fördertopf von Heinrich Lanz den 5. "Lanzpreis", dotiert mit 1.500,- Mark zugesprochen. Sein Flugapparat war wohl aufgrund seines schwachen Motors nur zu kürzeren Flügen geeignet.
Das Bild zeigt den zweiten Eindeckerentwurf von Heidenreich welcher durch einen Vierzylinder Grade Motor mit 40 PS angetrieben wurde.Es war ein luftgekühlter Zweitaktmotor mit Magnetzündung, die 2,0mtr. messende Holzschraube war direkt auf die Motorachse befestigt.Das Gesamtgewicht der Maschine betrug170 kg.
Diese zweite Maschine von Heidenreich ist 'inspiriert' von den Grade Eindeckern aber sicherlich auch von der Demoiselle von Santos-Dumont.Mit diesem Baumuster nahm Heidenreich an verschiedenen inländischen Flugveranstaltungen in den Jahren 1910 und 1911 teil. ( Nationale Berlin-Johannisthaler Flugwoche 1910 sowie der Deutsche Rundflug 1910 und 1911).
(* Weiland & Gildemeyer, Motorenfabrik, Essen a.d. Ruhr, Rellinghauser Straße 70, Automobil- und Aero- Material en gros liefern als Spezialität Flugmotore Type 25/30 PS. Vermutlich basiert das Triebwerk(ohne Lizenz) auf den berühmten Anzani Dreizylinder in W-Form)
Der Artikel wurde am 05.06.2011 geändert, nachdem ich weitergehende Informationen von Kees / Varese 2002 aus dem Flugzeug Forum erhalten habe. Vielen Dank dafür.
Der Artikel wurde am 04.08.2017 erweitert, nachdem neue Informationen zum weiteren Leben Heidenreichs aufgetaucht sind.
Montag, 23. Mai 2011
1000. Aufrufe
Vielen Dank für 1000 Aufrufe dieses Blogs! Da mir durchaus bewusst ist, das es sich bei der Fliegerei der Frühzeit durchaus um ein Nischenthema handelt, freut es mich um so mehr das bereits nach 2 Monaten die 1000er Schallmauer durchbrochen wurde.
Donnerstag, 28. April 2011
Nachtrag Bruno Hannuschke...
Durch einen Zufall fiel mir dieses Bild von der späteren Frau Hanuschke in die Hände, Thora Sjöborg hat als Flugschülerin bei Melli Beese fliegen gelernt, ist aber wohl nie zur Prüfung angetreten. Vor einigen Tagen bekam ich das Heft "Das Küken vom alten Startplatz" aus der Dokumentenreihe über Flieger am Flugplatz Berlin Johannisthal, www.johflug.de . Die Herren Alexander Kauther und Peter Wirtz haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet, ich werde mir wohl noch weitere Exemplare aus der Dokumentenreihe bestellen.
Freitag, 22. April 2011
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